Wettersche Koepfe

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Menschen 38 | Harkort, Stein, Davidis – mit den „großen Dreien“ weiß wohl jeder Wetteraner etwas anzufangen. Wir stellen Ihnen hier noch weitere Persönlichkeiten vor. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Wertung ihrer Bedeutung. Jede und jeder hat Wetter (Ruhr) jedoch auf eigene Art bekannt gemacht. Die Grafen von der Recke-Volmarstein Graf Philipp möbelte Anfang des 19. Jahrhunderts das Schulwesen auf, Kaiser Wilhelm III. gab ihm den Grafentitel „vom Volmarstein“. Sein Sohn Adelbert kümmerte sich Graf Adelbert von der Recke Volmarstein mit großem Herz um kranke, elternlose und verwahrloste Kinder und gründete 1822 die erste deutsche Kinderrettungsanstalt für Straßenkinder in Düsselthal. Gustav Vorsteher Der Grubenholzindustrielle unterstützte von seinem Reichtum Wohlfahrtseinrichtungen durch Zuwendungen und Stiftungen. Er bewohnte das heutige Bürgerhaus „Villa Vorsteher“ an der Kaiserstraße. Ihm verdankt die Stadt das Waisen- und Pflegehaus, den Stadtwald, zahlreiche Grundstücke, das Krankenhaus und das Rathaus. Rudolf Bredt Nach seinem Maschinenbau- und Mathematikstudium in Karlsruhe und Zürich war er beruflich in England und Deutschland vor allem im Kranbau tätig. 1867 trat er in die Stuckenholz AG ein, von der er später alleiniger Eigentümer wurde. 1887 präsentierte Bredt den weltweit ersten elektrisch angetriebenen Kran. Heute erinnern an ihn vor allem die nach ihm benannten Bredtschen Formeln, essentieller Bestandteil der Festigkeitslehre. Wolfgang Reuter Der Ingenieur wurde Ende des 19. Jahrhunderts Nachfolger von Rudolf Bredt in der Stuckenholzschen Fabrik, vereinigte die Firma mit der benachbarten Märkischen Wolfgang Reuter Maschinenbauanstalt (Nachfolgerin der Harkortschen Fabrik) und verschmolz seine Unternehmung mit der Duisburger Maschinenbau Aktiengesellschaft. Das war 1910 und die Demag war geboren. Henriette von Schwachenberg Als „Dame des Haus Hove“ lernte die preußische Adlige mit gescheiterter Ehe und zwei Kindern um 1820 den Dichter Hoffmann von Fallersleben kennen – und lieben. Der ungestüme Hoffmann beendete die Beziehung, später trafen sie sich wieder und Henriette stellte Hoffmann ihren mittlerweile zweiten Ehemann vor. Henriette starb, die Freundschaft zwischen Hoffmann und dem Ehemann blieb lebenslang. Alfred Rethel, Leo Tilgner, Helga Elben Kunst ist die Verbindung dieser drei Persönlichkeiten. Als Maler und Grafiker ist Tilgner (1892–1971) ein berühmter Sohn der Stadt, er war kultureller Motor Wetters nach dem 2. Weltkrieg und gründete die Volkshochschule Wetter (Ruhr). Helga Elben (1930–2014) war eine bedeutende Vertreterin zeitgenössicher Kunst und vor allem durch das Ikarus-Projekt berühmt geworden. Alfred Rethel (1816–1859) malte die Harkortsche Fabrik auf der Burg Wetter. Das Bild ging als Symbol für beginnende Industrialisierung um die Welt. Leo Tilgner Friedrich Harkort Stellt am Rathaus sich und den rechten Fuß vor: Freiherr vom und zum Stein. Henriette Davidis Wettersche Köpfe


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