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Harkorts Werkstätte, im Gemälde von Alfred Rethel. einer gemilderten Art von Maschinensturm. Später als in den Konkurrenzbetrieben wurde dann auch in Volmarstein Maschinenkraft bei der Schlossproduktion eingesetzt. n Neben der Schlossherstellung war das Fuhrgeschäft eine Haupteinnahmequelle der Bewohner von Volmarstein und Grundschöttel an einer für die regionale Wirtschaft entscheidenden Stelle, einem Übergang zwischen der Roheisen herstellenden „Ennepestraße”, den Kohlenzechen des bergischmärkischen Hügellandes und den eisenverarbeitenden Betrieben des Ruhrtals. Neben den für das Fuhrgeschäft notwendigen Pferden wurde auf den steil ansteigenden Pfaden des namenlosen Höhenzugs zwischen Ruhr und Ennepe, besonders auch auf der alten Kohlenstraße durch Grundschöttel, der Esel als Transporttier eingesetzt. Seither ist der „Volmarsteiner Esel“ ein weithin bekanntes Symbol. n 1809 Verlust der Stadtrechte Wetters durch die napoleonischen Verwaltungsreformen. n 1819 Erwerb von Burg und Bergamt Wetter durch Friedrich Harkort und Errichtung der „Mechanische Werkstätte Harkort & Co.” 20. & 21. Jahrhundert n 1904 Gründung der „Volmarsteiner Anstalten“ durch Pastor Franz Arndt n 1909 Wiederverleihung der Stadtrechte Wetters durch Kaiser Wilhelm II. n 1920 Kapp-Putsch am Bahnhof Wetter n 1931 Fertigstellung des Harkortsees n 1939 Der Harkortberg wird im 2. Weltkrieg Befehlsstand des Gaus Westfalen Süd. n 1957 Durch die starke industrielle Überformung der Freiheit Wetter war eine Sanierung der Freiheit schon 1920 erwogen worden, sie konnte aber erst 1957 als eine der ersten großflächig angelegten Sanierungsmaßnahmen in der Bundesrepublik begonnen werden. Nach Abschluss der Freiheitsanierung 1986 war aus dem Vorort des deutschen Maschinenbaus eine Freizeit und Wohnlandschaft entstanden, die Raum für individuelle Lebensgestaltung bietet. n 1970 Zusammenlegung von Wetter/ Volmarstein/Wengern und Esborn zur neuen Stadt Wetter (Ruhr). n 2004 Baubeginn neue Ruhrbrücke n 2011 Eröffnung neue Ruhrbrücke n In den letzten Jahren ist im Bahnhofsquartier ein neues, modernes Innenstadtviertel entstanden. Häuser für junge Familien, Shoppen im Ruhrtal Center, ein großes Parkplatzangebot, Lesen in der Stadtbücherei, An- und Abreisen am neu gestalteten Busbahnhof: Hier hat sich eine „Neue Mitte“ etabliert. Als Schlussstein dieser umfangreichen Innenstadt-Sanierung ist mit der Neugestaltung der unteren Kaiserstraße ein attraktiver, verkehrsberuhigter Bereich entstanden. Mit dem Vivaldi Park ist im Bahnhofsquartier auch ein attraktives Gemeinschafts- Wohnprojekt beheimatet, das mit einer Mischung aus Wohnungen und Arztpraxen speziell den Wünschen älterer Mitbürger entspricht. | 5 Kaiser Wilhelms Unterschrift garantierte die Wiederverleihung der Stadtrechte 1909. Baudenkmäler in der Königstraße.


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